Imageproblem

Sie sind gefürchtet, brutal, wild und verbreiten Angst und Schrecken. Obwohl Sie fast ausgestorben sind, kommen sie in die deutschen Wälder wieder. Wölfe sind ganz anders, als sie in Märchen dargestellt werden.

Am Rand der Vernunft?

Football – in den USA die populärste Sportart, in Deutschland maximal Randsportart. Bei vielen gilt der Sport als zu brutal, stumpfsinnig oder gefährlich. Schließlich geht’s ja nur darum, den Gegner umzuwerfen, richtig? «Absolut nicht!», betonen Matthias und seine Mannschaftskameraden der Weiden Vikings.

Business to rescue

Wenn man sich in der Wohnung von Freunden und Bekannten umschaut, entdeckt man häufig viele Familienfotos, Fotos mit dem eigenen Haustier oder auch Gemälde. Peter Naklicki (70) kombiniert diese beiden Aspekte und entwickelte daraus eine neue Geschäftsidee. Bei seinem Unternehmen «Großartige Gemälde» kann man Fotos einreichen und sie von Malern als Gemälde gestalten lassen. Er spricht über seine Ideen und Visionen. Aber auch darüber, was ihn dazu bewegt, im hohen Alter nochmal beruflich durchzustarten.

Road to Silver

Von klein auf wird uns erklärt: Die Polizei ist dein Freund und Helfer. Der Durchschnittsbürger zuckt aber zusammen, wenn ihm auf offener Straße Blaulichter begegnen. Gerade als Jugendlicher hat man von den grünen Beamten häufig ein voreingenommenes Bild. Um einen Einblick in die junge Generation der Gesetzeshüter zu erhalten, frägt Schmitz den Polizei-Azubi Thomas F. (25) nach seinem Werdegang zu diesem Beruf.

Nachdenkliche Sprüche mit Bilder

Sebastian Zawrel hat mit seinem Schreibstil, den er auf seinem Facebook-Auftritt «Nachdenkliche Sprüche mit Bilder» verbreitet, nachhaltig die Internetsprache geprägt. Über 340 000 Nutzer folgen der Seite mittlerweile. Sogar namhafte Unternehmen haben seine Kunstsprache übernommen. Ende 2017 wird der gebürtige Amberger nun sein erstes Buch veröffentlichen und damit seine witzigen Geschichten auf die Bühnen Deutschlands bringen.

Rollstuhl-Rugby

Thorsten Altmann ist seit seiner Geburt querschnittsgelähmt. Ab dem siebten Halswirbel kann er sich nicht bewegen. Der Sport war für ihn schon immer von großer Bedeutung. Hier kann er sich beweisen. Der 27-Jährige hat es in drei Jahren vom Neuling zum Spieler in der deutschen Rollstuhl-Rugby-Nationalmannschaft geschafft.

Eisenherz

Fett sucht man an Franziska Lohberger vergebens, ihre Muskeln jedoch springen einem sofort ins Auge. Die 21-jährige Studentin nutzt ihre freie Zeit zwischen Studium und Arbeit und misst sich auf den Showbühnen Europas mit den besten Athletinnen ihrer Wettkampf-Klasse. Ein Leben ohne den Sport ist für sie undenkbar.

Das gelbe Märchenland

Braucht man neue Möbel, geht man in ein Möbelhaus. Will man etwas Essen, geht man in ein Restaurant. Möchte man ein Erlebnis haben, geht man auf Reisen. Oder man geht zu IKEA.

Der nette Nachbar

Florim Racovan und seine Brüder leiden als Asylanten unter Vorurteilen. Seine Liebe zum Schreiben bringt ihn in eine verhängnisvolle Situation. Ein alter Mann zeigt sich verständnisvoll und macht Florim ein Angebot – Fluch statt Segen für die Familie.

Aufschneider

Wir waren ja praktisch mit einem Verbrecher in einer Klasse. Viele, vor allem die Mädchen, hatten dann auch einfach Angst vor ihm und wollten, dass er die Klasse verlässt. Allgemein war das für uns alle zu diesem Zeitpunkt ein ganz unangenehmes Gefühl.

Metro Storys

Die Pariser Metro ist die viertälteste U-Bahn Europas. Ihr Netz verbindet 303 Stationen und durchquert auf 220 Kilometer die Metropole an der Seine – eines der längsten der Welt. Tag für Tag befördert sie über vier Millionen Menschen.

Petri Heil – Petri Dank!

Das Bild eines Anglers ist in der Gesellschaft fest mit solchen Begriffen verknüpft. Christian A. ist einer dieser «Wurmbader» und hat, obwohl erst Mitte 20, schon einiges in seinem Anglerdasein erlebt. So war er unter anderem auch schon als Produkttester und Repräsentant für einen der größten Angelgeräte-Hersteller weltweit tätig.

Partei der Affen

Ein sonniges Osterwochenende mitten in Franken. Ganz Nürnberg genießt die freien Tage und nutzt sie für einen Besuch im Tiergarten, ein Familien-Essen oder einen idyllischen Spaziergang entlang des schönen Wiesengrunds. Dort wird die klassische Vorstellung dann jäh durchbrochen. Eine Horde von Punks taucht von Gebüsch zu Gebüsch.

Nonkonsumist

Ohne Moos nix los? Das neueste Smartphone, das teuerste Auto oder ein neues hippes Designerstück – das alles zählt im 21. Jahrhundert. Nicht aber für Raphael, er lebt mit seiner Familie komplett ohne Geld.

Lernkraut

Meistens hängen ihre Hosen weit unterm Schritt. Man erkennt sie an ihrer etwas zu langsamen, gediegenen Art. Immer etwas zerzaust, etwas verplant und nie zu einhundert Prozent bei der Sache. Dieses Kopfkino blendet sich wahrscheinlich bei den Meisten ein, wenn es sich um Kiffer dreht.

Herzschlag

Mit 12 Jahren beginnt alles: Helen faszinieren schwangere Frauen und neugeborene Kinder. Heute ist sie 27 Jahre alt. Zu ihrem Beruf als Hebamme für Hausgeburten ist sie aber doch eher zufällig gekommen. Julia arbeitet seit einigen Jahren als Krankenschwester. Mit Leib und Seele hat sie dort bereits zahlreiche Geburten begleitet.

Freiheitsgeschenk

Himmel – so weit ich blicken kann. Blau. Türkisblau, Saphirblau oder Cyanblau hätte sie es genannt. Schmerz, stechender Schmerz. Kneife angestrengt meine Augen zu. Fühle mich gefangen, kann nicht atmen. Stechen am ganzen Körper – doch nichts um mich. Nichts. Nicht mal vier Wände.

Blaumann oder Blaufrau

Kennt jeder Mann und findet jede Frau heiß: der Blaumann. Besitzt ausreichend Platz für benötigte Arbeitsutensilien und gilt als die Arbeitskleidung schlechthin. In den 80er Jahren verleibt sich die Jugendkultur den Blaumann an und macht ihn zum kultigen Ganzkörper-Outfit.

Amoi seg’ ma uns wieder

Nichts ist mehr, wie es war, als Andreas Gabalier mit 19 Jahren seinen Vater verliert. Unbegreiflich dabei die Umstände. Um mit dem Schmerz umzugehen, widmete sich der Österreicher der Musik und ist heute einer der erfolgreichsten Musiker im deutschsprachigen Raum.

Wenn das Feuer die Nacht erhellt

Dunkle Schatten tanzen über die Zeltwände aus schwarzem Segeltuch. Rauchschwaden drängen sich unter dem runden Dach der Jurte. Dicht an dicht sitzen wir um das Feuer und trinken heißen Tee. Draußen pfeift der eisige Wind, im Zelt singen die Pfadfinder ihre Lieder.

Sommernachtsalbtraum

Sarah sitzt in der ersten Reihe des Busses und trotzdem haben sie sie entdeckt. Toni und seine Clique. Sie reagiert nicht, sitzt weiter ruhig auf ihrem Platz und hofft, dass die Fahrt bald vorüber geht. Doch sie dauert ewig und die Rufe werden lauter und verletzender. «Du Hure!» «Du kleines Flittchen.»

Gehirndoping

Schneller und leichter lernen, leistungsfähiger sein und mit dem Druck leichter umgehen – das wollen wir doch alle irgendwie. Die einen versuchen das mit einer Ernährungsumstellung, viel trinken und Sport, andere beißen einfach die Zähne zusammen und dann gibt es da noch die, die es mit ein paar Mittelchen und Pulvern versuchen.

Eiskalt ausgeliefert

Schneller, länger und mehr arbeiten. Das wird von Steffi tagtäglich verlangt. Als Zustellerin der Deutschen Post bekommt sie den Kampf um die Kunden jeden Tag aufs Neue zu spüren. Trotzdem versucht sie, ihren Job gut und gewissenhaft zu machen – kein leichtes Unterfangen. Immer schnellere Lieferung, immer billigere Versandkosten.

Ein Star in der Manege

Hatte nicht jeder als Kind den Traum als Superstar auf einer großen Bühne zu stehen? Die meisten geben diesen Traum schnell auf, doch Sharon hat ihr Ziel klar vor Augen und ist auf dem besten Weg «ein Star zu werden».

Die eiserne Grenze

Er braucht den Sport wie die Luft zum Atmen. Florian ist 21 Jahre alt und hat seinen ersten Ironman vollendet. Für ihn ist Triathlon nicht nur ein Hobby – es ist seine Lebenseinstellung.

Butter für den Herrgott

Es herrscht Krieg in Deutschland: Maria Schieder wurde am 15. Juni 1936 in Burgtreswitz geboren. Trotz des Krieges hatte sie eine eher unbeschwerte Kindheit, bis ihre Mutter kurz vor ihrer Erstkommunion erkrankte. Maria bekam damals die Verantwortung den Hof ihrer Eltern mit Kuh- und Schweinestall.

Beerdigung auf Umwegen

Stellen Sie sich einfach mal folgende Situation vor: Sie befinden sich in einer Klinik, genauer gesagt in einem kühlen Labor im Kellergeschoss. Im Raum verteilt stehen Edelstahlbahren, jede bestückt mit einer blassen Leiche. In der Luft liegt ein stechender Geruch. Von der Decke strahlen grelle OP-Scheinwerfer, auf Rollcontainern liegt funkelndes Operationsbesteck parat…

Auf den ersten Blick

Der große Saal wird von gespanntem Gemurmel erfüllt. Bequeme Stoffsessel reihen sich aneinander. In der Luft hängt der süße Geruch von Popcorn. Während die letzten Besucher nach ihren Sitzplätzen suchen, verstummt die Musik und der Film beginnt. Franzi sitzt mit drei Freunden im Kino. Auf den Film hat sie sich schon lange gefreut. Sehen allerdings kann sie ihn nicht, denn die 19 Jährige ist von Geburt an blind.

Wasser

Jeder braucht es zum Leben – manch einer scheffelt Millionen damit: Wasser. Das Geschäft mit der blauen Flüssigkeit ist nicht immer sauber.

Adel verpflichtet

»Keine Angst, da kommt rotes Blut raus, kein blaues.« Es sind Menschen, die sich ungewollt in einer Sonderrolle befinden. Moderne Kuriositäten mit Reichtum, Glanz und Gloria. Etwas Exotik aus der urigen Heimat. Eine Geschichte voller Kontraste erzählen unsere vier Adeligen.

Mountainbike

Ein kühler Nachmittag im März – null Grad. Frische Waldluft ruht über dem klammen Moos. Zwei Freunde brausen mit den Mountainbikes durch den Feierabend. Eine Abfahrt jagt die nächste – genau das Richtige nach einem langen Tag im Büro. Der 27. März 2013 ist für einen der beiden der Tag, der sein Leben für immer verändert hat.

Anatomie

25 Jahre jung und doch ist der Tod ein alter Bekannter: Olga Reich aus Amberg war Praktikantin am anatomischen Institut der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen. Vom beißendem Formalingeruch und knurrendem Magen – Menschen zerstückeln im Dienste der Wissenschaft.

Prestige für den kleinen Geldbeutel

Schnelle Autos, große Häuser, edle Sportarten – für viele eine unerreichbare Welt, die ein dickes Bankkonto voraussetzt. Doch auch mit einem durchschnittlichen Einkommen kann man heute die scheinbaren Freuden der Reichen genießen.

Muskelmann

Sein Ziel ist extrem. Mit Siebzehn ging er das erste mal in ein Fitness-Studio. Fünf Jahre später hat sein Körper die natürliche Grenze erreicht. Die Muskeln wachsen nicht weiter – trotz härterem Training. Jetzt spritzt er sich Testosteron, um noch stärker zu werden.